Umweltschutz

Umweltschutz
© Photo by Marta Ortigosa on Unsplash

Was wir heute als Klimawandel kennen, hieß früher schlicht Umweltschutz. Dabei könnte man durchaus die Frage stellen, ob der Klimawandel überhaupt zu stoppen ist. Darüber hinaus ist das Ausmaß des Anteils, den wir daran haben, keineswegs geklärt. Der Konsens in diesen Fragen, den uns das IPCC suggeriert, resultiert nämlich vor allem aus einer Art „Qualitätskontrolle“, bei der Studien mit genehmen Schlussfolgerungen bevorzugt werden.

Dabei streite ich keineswegs einen Wandel des Klimas ab. Wie könnte ich auch, nachdem der gerade beendete Mai so nass und kalt wie schon lange nicht mehr daherkam. Nur die Erwärmung von der alle sprechen hat mir dabei gefehlt. Vielmehr ist eine starke Schwankung von Temperaturen zu beobachten, die sich häufig innerhalb weniger Tage vollzieht.

Im Grunde scheint es mir auch völlig irrelevant, ob, oder inwieweit der Mensch für diese Veränderungen verantwortlich ist. Was wirklich zählt, ist das, was immer Gültigkeit haben sollte, nämlich ein achtsamer Umgang mit unserer Umwelt, mit der Erde, die wir auf Zeit bewohnen dürfen, um Erfahrungen zu sammeln. Sie gehört uns nicht, sondern ist nur geliehen, für ein Leben, das eine Chance bietet zu lernen und uns zu entwickeln.

Der Schutz der Umwelt sollte also nicht primär ein Politikum sein, sondern eine Frage der Ethik, für jeden einzelnen Menschen. Die Fixierung auf CO2-Emissionen scheint mir in diesem Zusammenhang wenig zielführend. Gerade der Emissionshandel bietet nämlich auch Möglichkeiten für finanzielle Spekulationen. Die Bepreisung wird jedoch häufig an die Verbraucher weitergereicht. Wie die Umwelt davon profitiert bleibt für viele ein Rätsel.

Dabei ist die CO2-Bepreisung nicht der einzige Ausgleich, den wir für das Klima und die Umwelt entrichten. Sie ist nur eine zusätzliche Belastung, in einem Land, das bereits ohne solche Abgaben die höchste Steuerlast der Welt vorweisen kann. Eine derartige Fixierung, auf ein Thema, hat schon quasi-religiöse Züge und lässt die gesamte Bewegung eher wenig zukunftsorientiert erscheinen. Vor allem, da sich das (Konsum)Verhalten oft nicht mit der Ideologie verträgt, die man selbst propagiert.

Hinzu kommen ökologische Prestigeprojekte, die viel Geld kosten, deren Nachhaltigkeit aber keineswegs erwiesen ist. Die Folgen für unsere Umwelt sind zumeist gar nicht hinlänglich geklärt. Windkraft ist nur ein Beispiel dafür. Zu den gerodeten Waldflächen, gesellt sich hier die schwierige Entsorgung nach wenigen Jahrzehnten.

Doch wie verhelfen wir der Natur nun zu ihrem Recht?

Nun grundsätzlich spricht gar nichts gegen eine Abgabe, die ausschließlich dem Umweltschutz zugute kommt. Allerdings muss diese auch nachvollziehbar sein und vor allem sinnvoll eingesetzt werden. Das bedeutet zweckgebunden, zum Schutz der Umwelt.

Darunter fällt für mich der Erhalt und die Wiederaufforstung unserer Wälder und zwar in Form von Mischwäldern, wie sie lange Zeit in unserer Region vorherrschend war. Leider passiert im Moment eher das Gegenteil und wir plündern die über Jahrzehnte und länger gewachsenen Ressourcen, um sie unter anderem nach China zu verkaufen.

Aber nicht nur in der Forstwirtschaft ist Nachhaltigkeit und Diversität das Gebot der Stunde. Auch unsere Agrarwirtschaft hat hier Nachholbedarf. Ein großes Problem in diesem Zusammenhang, ist in diesem Fall die Vergabe von Subventionen. Diese müsste sich viel stärker an ökologischen Gesichtspunkten orientieren. Das könnte beispielsweise dazu führen, dass Landwirte, die in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren unterschiedliche Anbaukonzepte verfolgen, um den Boden zu schonen und ihm die ausreichende Erholung zu gewähren, entsprechend gefördert werden als Ausgleich für die niedrigeren Einnahmen beim Verkauf der Ernte.

Außerdem ist die Übersäuerung der Böden ein, seit Jahren, bekanntes Problem. Überdüngung trägt ebenso dazu bei wie die Abfallprodukte der Massentierhaltung. Ein häufig bemühtes Argument ist in diesem Fall, der Fleischpreis dürfe nicht so hoch sein, dass sich Geringverdiener keine Fleischprodukte mehr leisten können.

Ich selbst ernähre mich seit einigen Jahren vegan, aber das erwarte ich natürlich nicht von all meinen Mitmenschen. Verbote führen eigentlich immer zu Problemen. Vielmehr würde ich hier auf die Einsicht des Einzelnen setzen, auch wenn diese vielleicht nie kommen mag. Dennoch will ich niemandem vorschreiben, welche Ernährungsform er zu praktizieren hat. Es geht mich schlicht nichts an.

Einen achtsameren Umgang mit der Umwelt und dementsprechend mit den Tieren kann man aber durchaus erwarten. Die Form von Massentierhaltung, wie wir sie heute betreiben, hat nichts Nachhaltiges. Und das bedeutet aus meiner Sicht auch, dass Fleisch eben mehr kosten muss, um den Tieren wenigstens ein halbwegs angemessenes und artgerechtes Dasein zu ermöglichen.

Außerdem sollten Betriebe, die eine entsprechende artgerechte Tierhaltung betreiben, subventioniert werden. Ein Nebeneffekt könnte eine Verringerung der auf die Felder ausgebrachten Jauche sein, deren aktuelles Ausmaß durchaus als problematisch bezeichnet werden kann.

Ein weiterer Beitrag für eine ökologisch ausgerichtete Agrar- und Forstwirtschaft könnte eine neue Art von Biozertifizierung sein. Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem die häufig hohen Kosten für ein Biosiegel. Die Anforderungen müssen natürlich dennoch sinnvoll sein und dürfen auch gerne hohen Standards entsprechen. Wichtiger erscheint mir, den Erzeugern den Zugang durch niedrigeren bürokratischen und finanziellen Aufwand zu erleichtern.

Zusätzlich könnten wir, mit einer, auf diese Weise umweltbewussteren Landwirtschaft, unser Grundwasser vor Belastungen schützen. Immerhin geht es hier um unsere Ernährung, also unsere Lebensgrundlage, aber eben auch die von zukünftigen Generationen.

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