Meine Vorstellungsrede bei der Austellungsversammlung für die Landesliste

Meine Vorstellungsrede bei der Austellungsversammlung für die Landesliste

Am 22.05.2021 fand in Marburg die Aufstellung für die hessische Landesliste für „die Basis – Basisdemkratische Partei Deutschlands“ statt. Da von der Veranstaltung keine Videoaufzeichnung existiert, habe ich mich entschieden ein eigenes Video zu machen, das in etwa das wiedergibt, was ich in den fünf Minuten meiner Vorstellungszeit gesagt habe. Da ich die Rede nicht auswendig gelernt habe, entspricht der Wortlaut nicht zu 100 % dem von mir verwendeten, ist aber dennoch sehr nah dran.

Den Text der Rede, wie ich sie mir vorher aufgeschrieben hatte, findet ihr aber auch noch einmal unter dem Video, falls ihr es euch nicht ansehen möchtet.

Ich bin Christina Kade und ich bin 43 Jahre alt. Ich komme aus Marburg. Ich habe eine Sehbehinderung und laufe deshalb manchmal auf der Straße an Menschen vorbei, ohne zu grüßen, weil ich sie schlicht nicht erkenne. Ich bin gelernte Informatikkauffrau. Nach meiner Ausbildung habe ich drei Jahre in der Programmierung bei Lufthansa gearbeitet, um festzustellen, dass ich meine Berufung woanders suchen muss. Heute arbeite ich bei Copyprint in Marburg. In meiner Freizeit versuche ich Gitarre zu lernen, weil ich das schon immer können wollte und weil es ich dadurch wunderbar den Kopf frei bekomme. Seit über drei Jahren ernähre ich mich vegan. Wenn mich etwas beschäftigt oder ich nicht weiter weiß, dann schreibe ich. Manchmal Sachtexte und manchmal Prosa (Buch).

Worauf ich damit hinaus möchte, ist, das ich in den letzten Jahren versucht habe Entscheidungen zu treffen, um ein achtsameres, besseres Leben zu führen. Die dafür notwendigen Eigenschaften wie Entschlusskraft, Willensstärke und Durchhaltevermögen möchte ich jetzt in den Bundestag tragen. Politische Erfahrung habe ich keine, weshalb ich auf den Schwarm angewiesen sein werde. Doch genau dafür gibt es ja die vielen klugen Menschen und das Wir-Prinzip. Wenn ich alles allein entscheiden wollte, dann würde ich mich ja kaum von den aktuellen Politakteuren unterscheiden. Ihre geballte Erfahrung und die daraus resultierenden Entscheidungen sind doch das, was uns letztlich hierher geführt hat.

Eines meiner Ziele ist es, diese Strukturen aufzubrechen. Ein wichtiger Schritt hierfür, wäre die Abschaffung der Landeslisten. Ich trete an, weil wir ein Gesundheitssystem in öffentlicher Hand brauchen, dass den Namen auch verdient. Vor allem anderen trete ich an, für die Wiederherstellung und Sicherstellung der Grundrechte, weil Würde, individuelle Selbstbestimmung und -entfaltung sowie Meinungsfreiheit in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung immer Gültigkeit haben müssen.

Ich trete an, für einen besseren, achtsameren Umgang mit unserer Umwelt und zwar ohne ausufernde, ideologisch motivierte Verbote. Wir können es besser machen und wir können eine nachhaltigere Agrar- und Forstwirtschaft betreiben, die bei Subventionen auf andere Aspekte setzt als blosse Masse. Wir können Energiewirtschaft neu denken, ohne den fast schon exzessiven Ausbau der Windkraft, deren Anlagen wir nach wenigen Jahrzehnten teuer entsorgen müssen.

Und schließlich möchte ich die Macht nicht nur begrenzen, sondern dem Souverän, dem Volk, diese Macht zurückgeben. Eine halbe Million Menschen, die eine Petition unterschreiben wie zuletzt gegen eine Impfpflicht für Kinder, muss Gewicht haben. Eine solche Masse, muss die Chance erhalten, notfalls einen Volksentscheid zu erzwingen, der bindend ist.

Wir nennen diese, unsere Gesellschaft zivilisiert, aber der Grad an Zivilisation wird meiner Meinung nach vor allem auch dadurch bestimmt, wie wir in einer Krise mit den schwächsten Mitgliedern dieser Gesellschaft umgehen, mit den Alten, die dieses Land aufgebaut haben und mit den Kindern, die seine Zukunft sind. Die letzten 14 Monate haben gezeigt, dass wir als Zivilisation noch viel Potential zur Entwicklung haben. Ich möchte helfen, dieses Potential zur Entfaltung zu bringen.

Foto: Laackman Fotostudios Marburg

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