Die journalistische Kernschmelze der Leitmedien

Die journalistische Kernschmelze der Leitmedien
Flagge zeigen, für Frieden und Freiheit

Während ich die Berichte der Leitmedien über die Demonstration vom 20. März 2021 in Kassel gelesen habe, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Unweigerlich habe ich mir die Frage gestellt, ob wir auf derselben Veranstaltung waren. Abwechselnd werden hier die Demonstranten, die Veranstalter oder der Staat bzw. die Polizei kritisiert.

Zunächst einmal werden die Demonstranten als Querdenker bezeichnet. Eine derart schlampige Recherche ist eines „Leitmediums“ unwürdig. Die Demonstration wurde nämlich von den „Freien Bürgern Kassels“ angemeldet und nicht von Querdenken. Seit Monaten machen die Medien hier ihren Job nicht und zwar nicht nur diesen Teil. Insgesamt fungieren sie schon lange nicht mehr als 4. Gewalt im Staat, wie es eigentlich die Aufgabe eines jeden Journalisten sein sollte.

Das diese Demonstration stattfinden würde, ist ja auch nicht erst seit gestern bekannt. Nachdem die letzte große angemeldete Demonstration, in Bremen, von den Behörden untersagt wurde und das mit Begründungen, die ein besorgniserregendes Ausmaß an rechtsstaatlicher Erosion offenlegen, gab es weder im Januar noch im Februar größere Versammlungen. Die Zahl der positiv Getesteten stieg in den letzten Wochen dennoch wieder an, auch wenn die Zahl der Verstorbenen mit einem positiven Test sich weiterhin im Sinkflug befindet.

Wer jetzt also versucht den Demonstranten dafür die Schuld zu geben, hat offenbar jedweden Denkprozess an die entsprechenden Behörden ausgelagert. Die sogenannte „Notbremse“ zu ziehen, war nämlich längst beschlossene Sache. Wenn die Demonstration überhaupt einen Einfluss hatte, dann nur deshalb, weil die Regierung offenbar das eigene Volk und seine Unmutsbekundungen fürchtet.

Das kommt auch nicht von ungefähr, denn die Maßnahmen werden nicht nur immer absurder, sondern auch immer undurchsichtiger. Schon seit einem Jahr kann mir niemand wirklich erklären, wieso ich mich beim Einkauf in einem kleinen Laden eher anstecke, wie im gut gefüllten Supermarkt oder im ÖPNV.

Überhaupt erscheint die Bilanz nach einem Jahr Lockdown sehr ernüchternd. Die Pandemie scheint keineswegs unter Kontrolle, wenn wir den täglichen Horrormeldungen glauben schenken. Dafür lichten sich die Reihen der Geschäfte in unseren Innenstädten immer deutlich sichtbarer. Ganze Lebenswerke wurden inzwischen ruiniert. Jahrzehnte wirtschaftlicher Entwicklung wurden egalisiert oder Schlimmeres.

Um die Mittagszeit war der Platz noch nicht einmal wirklich voll

Jeder der heute noch die Kollateralschäden leugnet, macht sich mitschuldig an den Lebensjahren, die dadurch verlorengehen. Dafür verantwortlich ist auch nicht das Virus, sondern einzig die Politik, die mit aller Gewalt ihre neue Normalität durchdrücken möchte. Eine Politik, deren Selbstbereicherungsorgien ein so erschreckendes Ausmaß angenommen haben, dass wir uns ernsthaft fragen sollten, ob irgendjemand in den Parlamenten auch wirklich noch Politik machen möchte.

Dennoch werden die Medien nicht müde, uns eben genau jene Sicht der Dinge zu verkaufen, die von der Politik propagiert wird.

Deshalb wurde die Demonstration in Kassel schon vor Wochen angemeldet. Dies war scheint auch deshalb nötig gewesen zu sein, um eine weltweite Vernetzung zu ermöglichen, denn obwohl die Berichte darüber in den Medien so dünn gesät sind, dass sie einem selbst mit einer Lupe entgehen können, gab es am 20. März 2021 Demonstrationen in mindestens 100 Städten weltweit und zwar in mindestens 40 verschiedenen Ländern. Es sind also mitnichten einige Schwurbler, Nazis oder Querdenker, die sich gegen die Maßnahmen und den aufkeimenden Hygiene-Totalitarismus stemmen. Vielmehr handelt es sich um eine Bewegung, der Menschen aller Nationalitäten und Gesellschaftsschichten angehören. Menschen, die um ihre Existenz fürchten, Menschen, die zusehen, wie ihre Eltern an der Einsamkeit zugrunde gehen und Menschen, die nicht mitansehen möchten, wie Politiker ihre Kinder quälen.

Wer glaubt, dass sei übertrieben, sollte sich vergegenwärtigen, dass das Tragen einer Maske für viele Kinder deutlich größere Probleme mit sich bringt als für Erwachsene, deren Lunge in der Regel voll ausgebildet ist. Von den unsinnigen und vermutlich auch nicht sachgemäß durchgeführten Tests rede ich da noch gar nicht. Darüber hinaus hemmen wir die soziale Entwicklung durch den Mangel an Kontakten und beeinträchtigen die, ohnehin schon verbesserungswürdige, Bildung. Und während wir den Wohlstand der Generation aufbrauchen, die wir ungefragt in den Alten- und Pflegeheimen wegsperren, bürden wir eben jenen Kindern neue Schuldenberge auf. Wie lange kann so etwas wohl gut gehen? So züchten wir eine Generation von ungebildeten Soziopathen, die sich, belastet mit eingeredeten Schuldgefühlen, perfekt in die neue Hygiene-Normalität einfügen und das Denken selbsternannten Philanthropen, Gutmenschen und dem Staat überlassen. Es scheint doch durchaus nachvollziehbar, wenn nicht jeder sich die Zukunft seiner Kinder so vorgestellt hat.

Natürlich gab es in den letzten Wochen auch kritische Stimmen in der Presse. Leider offenbart sich dadurch nur umso deutlicher in welchem Dilemma wir uns befinden. Die Presse treibt nämlich die Politik in gewisser Weise sogar vor sich her, indem sie immer härtere Maßnahmen fordert oder sich über den Kompetenzmangel bei der Test- oder der Impfstrategie echauffiert. Kommentatoren dieser Berichte stoßen häufig ins selbe Horn und das ist ein Grund noch viel besorgter zu sein. Denn hier werden nicht nur mehr Impfungen gefordert sondern auch mehr Tests. Die Politik lässt sich, wenigstens bei den Tests, auch nicht lange bitten und nun sind wir an einem Punkt, an dem möglichst alle Schüler zweimal wöchentlich einen solchen Test machen sollen.

Das betrifft immerhin 10,91 Mio. aller Bürger dieses Landes. (1) Man stelle sich vor diese Forderung würde tatsächlich umgesetzt, dann hätten wir jede Woche 21,82 Mio. Schnelltests. Abgesehen davon, dass es sich hierbei um einen invasiven Eingriff handelt, der laut § 25 Absatz 3 IfSG (2) einer Zustimmung der entsprechenden Person bedarf, wird die zu erwartende Fehlerquote einfach ausgeblendet und immer noch fordern einige eine Zero-Covid-Strategie, die schon allein an der Fehlerquote der Tests zerschellen dürfte wie eine Hochseeyacht an dem Eisberg, der die Titanic versenkt hat.

Sogar das Robert-Koch-Institut gibt zu, dass Antigen-Schnelltests nicht unbedingt zuverlässig sind. (3) Die hier angenommenen Fehlerquoten von ein bzw. drei Prozentpunkten dürften dabei noch tief gestapelt sein, da ja schon der RT-PCR-Test für ähnliche Fehlerquoten bekannt ist. Nehmen wir aber einmal an, die Fehlerquote würde nur einen Prozentpunkt betragen, dann haben wir jede Woche 218.000 falsch positive Ergebnisse nur durch die Anzahl der Schüler. Das entspricht dann einer bundesweiten Inzidenz von über 260. Besser kann man die Unsinnigkeit einer Teststrategie, die hauptsächlich auf symptomfreie, völlig gesunde Menschen abzielt, nicht illustrieren. So etwas ergibt überhaupt nur dann Sinn, wenn ich das ganze Land in einem Dauerlockdown halten will.

Über die mangelnde Eignung der Tests an sich, vor allem auch der RT-PCR-Tests, habe ich mich an anderer Stelle bereits ausgelassen. Sogar der Gesundheitsminister hat schon im letzten Sommer eingestanden, dass zu viele Tests mehr falsch positive als tatsächlich positive Ergebnisse produzieren, eine Testpandemie sozusagen.

Nach wie vor schweigt die Presse sich darüber beharrlich aus. Stattdessen wird nicht nur Panik geschürt, sondern unsere Regierung für ihre Impfstrategie kritisiert. Dabei ist das einer der wenigen Punkte, die mir und vielen anderen völlig egal sind, denn wie wir an den älteren Menschen, die bereits geimpft wurden gut erkennen können, wird die Impfung uns eben nicht unsere Rechte und unsere Freiheiten zurückgeben. Selbst wenn dadurch einige Grundrechte wieder hergestellt werden sollten, dann eben auch nur für Geimpfte, Herdenimmunität hin oder her.

Hier wollten viele Menschen ein Zeichen setzen, mit Erfolg würde ich meinen

Geradezu alarmierend scheint mir, wie Israel hier gerne als leuchtendes Beispiel herangezogen wird. Ein Land, das es eigentlich besser wissen müsste, hat mit dem digitalen grünen Impfpass eine neue Form der Apartheid eingeführt, nämlich eine medizinische, wenn man so will.

Dabei werden selbst schwerwiegende Nebenwirkungen nicht nur von der Presse, sondern auch von den zuständigen Behörden heruntergespielt und dementsprechend zögerlich untersucht. In einigen Städten möchte man sogar Obduktionen unterbinden, geradeso wie vor einem Jahr, als es darum ging, Menschen zu obduzieren, die mit einem positiven Test verstorben sind. Stattdessen verweist man nun auf eben jene Vorerkrankungen, die bei allen Covid-19-Toten so überhaupt keine Rolle gespielt haben.

Gerade weil das leuchtende Beispiel Israel einen Großteil seiner Bevölkerung „durchgeimpft“ hat, kann man sehr gut beobachten, welche Gefahren von eben jener Impfung ausgehen. Auf verschiedenen Telegram-Kanälen kursieren inzwischen auch schon Hilferufe, die auf Facebook und YouTube größtenteils unterdrückt werden, insbesondere dann, wenn es sich um Berichte über kurz nach der Impfung Verstorbene handelt.

Das keineswegs alle Israelis mit diesem Kurs einverstanden sind, befinden unsere Medien nicht einer Berichterstattung für würdig. Glich eben jene Berichterstattung bis zum letzten Jahr eher einem löchrigen Schweizer Käse, um eine gewisse Meinungsbildung zu forcieren, so verstärkt sich inzwischen der Eindruck, dass nurmehr über die Löcher in eben jenem Käse berichtet wird. Dabei werden auch häufig Fakten verdreht, ob nun mit Absicht oder aus Unwissenheit. Was davon schlimmer ist, darf sich jeder gerne selbst aussuchen und wer mir nicht glaubt wird in der Welt relativ leicht fündig. (4) Diese wird nämlich nicht müde Karl Lauterbach als Epidemiologen auszuweisen, obwohl in seinem Lebenslauf eben gerade nicht steht, er habe Epidemiologie studiert. (5) Trotzdem kolportieren unsere Medien weiterhin Mitteilungen, in denen wir genau das lesen können.

Überhaupt erschließt sich mir nicht, wieso jemandem, der derart unglaubwürdig ist, eine so große Plattform geboten wird. Ein Mann, der von Talkshow zu Talkshow reist und dort ohne Maske vehement Einschränkungen für alle anderen fordert, erscheint niemandem suspekt?

Seit einem Jahr prophezeit er nun den Weltuntergang und das, obwohl wir genug Gegenbeweise haben. Er selbst beispielsweise, ist bereits einer davon, denn trotz all seiner öffentlichen Auftritte ist er nicht nur nicht erkrankt, er ist sogar gesund genug, um immer weitere Einschränkungen zu fordern, nur für den „Pöbel“, versteht sich.

Andere Beispiele gefällig? Schweden hatte zu Beginn des letzten Jahres eine Übersterblichkeit, die vor allem ältere Menschen betraf. Ich möchte das nicht bagatellisieren, aber im weiteren Verlauf hat sich eben jene Übersterblichkeit verflüchtigt, ganz ohne das man das Leben ausgesperrt hat und die Menschen ein. Nur der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass eine Übersterblichkeit dann vorliegt, wenn der Mittelwert einer repräsentativen Anzahl von Jahren überschritten ist und nicht der Wert des letzten Jahres. Wird das berücksichtigt und wir errechnen einen Mittelwert der fünf Jahre vor 2020, so gab es auch in Deutschland keine Übersterblichkeit. Obwohl das auch den „Journalisten“ bekannt sein dürfte, wurde auch hier das Gegenteil propagiert.

Doch zurück zum Thema und anderen Beispielen. In Tansania stapeln sich ebenso wenig die Leichen in den Straßen wie in Schweden, auch wenn das Land nach dem Tod des Präsidenten wohl vor einem Paradigmenwechsel steht. Jetzt dürfen alle gern überrascht tun, aber glauben muss ich das nicht, oder?

Einige Bundesstaaten der USA sind inzwischen ebenfalls zur Normalität zurückgekehrt, ohne das sich all die prophezeiten Horrorszenarien auch nur ansatzweise bewahrheitet hätten. Dort hat man einfach die Erfahrungswerte genutzt und die logische Konsequenz durchgesetzt. North und South Dakota haben nämlich zwei komplett gegensätzliche Strategien verfolgt. Im Norden wurde ein strikter Lockdown mit Maskenpflicht durchgesetzt, während der Süden darauf verzichtete. Die Zahlen an Toten und Infizierten unterschieden sich dennoch nicht signifikant.

Obwohl unsere Presse solchen Fakten nur geringe Aufmerksamkeit widmet, werden immer mehr Menschen hellhörig und informieren sich dementsprechend über andere Kanäle wie „Rubikon.news“ oder „reitschuster.de“, weil sie hier eben den Journalismus finden, der in den letzten Jahren deutlich an Boden verloren hat und heute in den Leitmedien wohl eher eine Randerscheinung darstellt.

Flagge zeigen, für Frieden und Freiheit

Deswegen gehen die Menschen, nicht nur in Deutschland, zu tausenden oder zehntausenden auf die Straße. Deswegen hält sie ein Demonstrationsverbot auch nicht mehr ab. Deswegen befolgen sie auch die, häufig unverständlichen oder unsinnigen, Auflagen nicht mehr. Denn für alle, die das noch nicht begriffen haben, erkläre ich hier noch einmal den Hergang der Demonstration. Obwohl die Demonstration lange angemeldet war, wurde diese erst etwa eine Woche vorher von der Stadt untersagt. Damit hebt sich die Stadt Kassel sogar noch positiv hervor, weil die Zeit für einen Widerspruch deutlich großzügiger bemessen war als im August in Berlin. In der nächsten Instanz wurde diese Entscheidung dann auch aufgehoben, wobei der Veranstaltungsort verlegt wurde. Dagegen wiederum verwehrte sich die Stadt Kassel und bekam ihrerseits recht, weshalb die Demonstration auf die Schwanenwiese verlegt und die Teilnehmerzahl deutlicher begrenzt wurde. Viele Menschen waren zu diesem Zeitpunkt aber schon unterwegs oder wussten eben nichts davon. Das Resultat war, dass sie eben nicht in die Karlsaue durften und spontan auf den Friedrichsplatz abwanderten. Offiziell wird hier von insgesamt 20.000 Teilnehmern gesprochen, wobei man keinen Unterschied zwischen den Veranstaltungsorten macht. Andere Schätzungen liegen deutlich höher und der Demozug durch die Stadt, am Nachmittag, dauerte mindestens 45 Minuten, eher noch etwas länger. Welche Zahl hier realistisch erscheint, kann jeder für sich selbst herausfinden.

Unter all diesen Teilnehmern findet die Presse ausgerechnet die wenigen, die aggressiv sind, während die nahezu kollektive Aggression der zugegeben kleinen Gegendemonstration kaum Erwähnung findet. Die Polizei sieht sich dann einem Shitstorm ausgesetzt, weil sie zu wenig getan hätte. Dabei hat sie ihren Job wirklich vernünftig gemacht und eben nicht auf Eskalation gesetzt, sondern sogar dafür gesorgt, dass die beiden konträren Lager nicht aufeinanderprallen.

Wenn ich nicht wüsste, dass unsere Medien immer wahrheitsgetreu berichten, könnte ich fast zu dem Schluss gelangen, dass die Provokateure eingeschleust wurden, um entsprechende Bilder zu liefern. Gleiches gilt für die Polizei, die gegen Abend auf dem Friedrichsplatz zugegen war und dann auch in entsprechender Stärke, um noch die gewünschten Bilder produzieren zu können.

Tagsüber war von der Aggression überhaupt nichts zu spüren, auch nicht dort, wo die Menschen dicht gedrängt standen. Die gute Stimmung war greifbar und nur in der Nähe der Gegendemonstration überwogen negative Schwingungen. Das mag einigermaßen esoterisch klingen, doch wer dort war, kann das vielleicht bestätigen. Auf dem Platz selbst haben Kinder unbeschwert gespielt, wie es andernorts kaum noch möglich scheint. Kleine Gruppen fanden sich zusammen, um Musik zu hören oder sogar zu tanzen, während auf einer improvisierten Bühne einige Reden gehalten wurden.

Ein Hauch von Festatmosphäre und Freiheit umwehte die gesamte Szenerie und so ist es nicht verwunderlich, dass die Menschen schließlich einen Aufzug durch die Stadt wagten, obwohl er untersagt worden war. Obwohl dieser Aufzug nicht von der Polizei begleitet wurde, verlief er einigermaßen ereignislos und vor allem friedlich, jedenfalls wo immer ich gerade zugegen war. Da läuft ein alter Mann mit Gehhilfe, gestützt von einem jüngeren und mitten in der Menge bewegt sich ein Rollstuhlfahrer und das alles funktioniert. Ein Krankenwagen, der eine Straße passieren möchte, benötigt keine Polizei, um eine Rettungsgasse freizulegen, denn diese bildet sich ganz von alleine.

Und während die Menschen durch die Straßen ziehen, winken andere von Fenstern und Balkonen. Ja, manche finden das nicht in Ordnung und zeigen es mit Plakaten oder einem Daumen nach unten und auch das ist in Ordnung, denn es ist ihr gutes Recht eine eigene Meinung zu haben. Einige zeigen mit ihren Händen ein Herz, wie die Polizistin, deren Bild einen Sturm der Entrüstung auslöste. Wieso das Zeigen eines Herzens heute solche Reaktionen provoziert, wird sich mir allerdings genauso wenig erschließen wie die Weigerung der Leitmedien ausgewogen zu berichten.

Auch bei der Rückkehr zum Friedrichsplatz blieb alles friedlich, trotz der vielen Menschen

Fraglich ist im Übrigen inwiefern solche Spontanversammlungen in Zukunft noch möglich sein werden, denn Sachsen ist schon einmal vorgeprescht und so können Ansammlungen in Zukunft mit Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren bestraft werden. (6) So wird dann die Ausübung eines Grundrechts kriminalisiert, obwohl man schon der alltäglichen Kriminalität kaum noch Herr wird. Da stellt sich mir die Frage, wo die wirklichen Verbrecher zu finden sind.

Vor einigen Jahren hätte eine solche Ankündigung wahrscheinlich einen Sturm der Entrüstung, der mit dem Rücktritt von Herr Kretschmer endet, hervorgerufen. Heute ist es den Leitmedien nicht einmal eine kritische Frage wert. Hier von einer Erosion des Journalismus innerhalb der 4. Gewalt zu sprechen, wäre sicherlich eine Verharmlosung des aktuellen Zustands.

Wir sollten an dieser Stelle vielleicht einmal kurz innehalten und uns vor Augen führen, dass dieses Pandemieschauspiel jetzt schon ein ganzes Jahr andauert. Seit einem Jahr werden wir von einem Kennwert zum nächsten gehetzt, werden wir immer wieder aufgefordert, das Menschlichste überhaupt, nämlich Sozialkontakte zu vermeiden und ausgestorben sind wir, aller Prophetie und Unkenrufe zum Trotz, noch immer nicht. Wir sind nicht einmal nah dran. Vielleicht sollten wir uns einmal ins Gedächtnis rufen, worin der ursprüngliche Zweck des ersten Lockdowns bestand. Er bestand darin das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, insbesondere die Intensivbetten in den Krankenhäusern. Tatsächlich wurden im letzten Jahr aber 20 Krankenhäuser geschlossen und ca. 20 % aller Intensivbetten, die es im August noch gab, abgebaut, inmitten der größten Pandemie aller Zeiten. Was sagt uns das oder besser gefragt, was sagt es euch?

(1) Eine Übersicht über die Anzahl der Schüler in den einzelnen Bundesländern

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/981823/umfrage/anzahl-der-schueler-an-allgemeinbildenden-schulen/

(2) § 25 des Infektionsschutzgesetzes

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__25.html

(3) Epidemiologisches Bulletin des RKI, Ausgabe 8/2021 (Die entsprechende Grafik befindet sich auf S. 4)

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/08_21.pdf?__blob=publicationFile

(4) Die Welt bezeichnet Karl Lauterbach immer noch als Epidemiologen, hier sogar als „studierten Epidemiologen“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article228864803/Corona-Lockdown-bis-18-April-Kritik-an-geplanter-Ausgangssperre.html?cid=onsite.onsitesearch

(5) Der Lebenslauf von Karl Lauterbach

https://www.karllauterbach.de/karl-lauterbach

(6) Der sächsische Ministerpräsident über eine neue Allgemeinverfügung, die Ansammlungen von Menschen mit Freiheitsstrafen belegen kann

https://youtu.be/ZzqRcz-6XxI?t=223

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